Verantwortung der Gesellschaft, der Politik und aller Beteiligten im Gesundheitssystem

Als die Entwicklung der Charta - initiiert und getragen von der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, dem Deutschen Hospiz- und PalliativVerband und der Bundesärztekammer - im Jahre 2008 startete, war den drei Trägerorganisationen bewusst, vor welch großen Herausforderungen sie und alle daran Mitwirkenden standen. Niemand konnte nämlich voraussehen, wie groß die Bereitschaft in der Gesellschaft, bei den Verantwortlichen im Gesundheitswesen und in der Politik sein würde, an diesem Konsensusprozess mitzuwirken und ihn zu unterstützen.

Sterben, Tod und Trauer als Teil des Lebens zu begreifen, dies im gesellschaftlichen Bewusstsein zu verankern und allen Menschen in Deutschland ihren individuellen Bedürfnissen entsprechend einen gerechten Zugang zu einer würdevollen Begleitung und Versorgung am Lebensende zu ermöglichen - darum geht es nun mit der Umsetzung der Charta im Rahmen einer Nationalen Strategie. Die beeindruckend große Resonanz und Unterstützung, die die Charta seit ihrer Verabschiedung im September 2010 von vielen Seiten erfahren hat, macht zuversichtlich für den weiteren Charta-Prozess und die Verwirklichung ihrer Ziele - eine große Herausforderung für alle Mitwirkenden.